Migration, Integration & Antidiskriminierung
Teilhabe ermöglichen, Vielfalt schützen
Migration gehört zur Realität unserer Stadt. Viele Menschen leben, arbeiten und engagieren sich hier – doch noch immer verhindern bürokratische Hürden, Ausgrenzung und Diskriminierung echte Teilhabe. Eine zukunftsfähige Kommune versteht Vielfalt nicht als Problem, sondern als Stärke.
Integration gelingt dort, wo Menschen willkommen sind, Unterstützung erhalten und mitbestimmen können. Gleichzeitig braucht es klare Strukturen, die Diskriminierung benennen, Betroffene schützen und gleiche Rechte für alle ermöglichen. Eine solidarische Stadtpolitik setzt auf Teilhabe, Gleichberechtigung und Respekt – unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus oder Identität.
1. Willkommenskultur statt Abschreckung
Integration beginnt nicht mit Kontrolle, sondern mit Unterstützung. Wer neu in der Stadt ist, braucht Orientierung, Zugang zu Sprache und niedrigschwellige Hilfe im Alltag. Eine aktive Willkommenskultur erleichtert das Ankommen, fördert Selbstständigkeit und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt von Anfang an.
1.1. Mehr Sprachkurse
1.2. Kostenlose Integrationsangebote
1.3. Unbürokratische Hilfe
Sprache ist der Schlüssel zu Bildung, Arbeit und sozialer Teilhabe. Ein ausreichendes, kostenfreies und gut erreichbares Angebot an Sprachkursen ermöglicht schnelle Integration und verhindert Isolation. Dabei müssen auch flexible Formate für unterschiedliche Lebenslagen – etwa für Eltern oder Berufstätige – berücksichtigt werden.
Integrationsangebote wie Beratung, Bildungs-, Kultur- und Begegnungsprojekte unterstützen Menschen dabei, sich in der Stadt zurechtzufinden und Kontakte zu knüpfen. Kostenfreie Angebote stellen sicher, dass Teilhabe nicht vom Einkommen abhängt und fördern den gleichberechtigten Zugang für alle.
Komplexe Verfahren und lange Wartezeiten erschweren Integration unnötig. Unbürokratische, verständliche und mehrsprachige Hilfeangebote ermöglichen schnelle Unterstützung in Alltagssituationen und Krisen. Ziel ist es, Hürden abzubauen statt neue zu schaffen.
2. Kommunales Wahlrecht für alle, die hier leben
Demokratie lebt von Mitbestimmung. Viele Menschen, die dauerhaft in der Stadt leben, Steuern zahlen und das Gemeinwesen mittragen, sind dennoch von politischen Entscheidungen ausgeschlossen. Das untergräbt demokratische Teilhabe und gesellschaftliche Zugehörigkeit.
Ein kommunales Wahlrecht für alle Einwohner*innen stärkt die lokale Demokratie, fördert Integration und gibt den Menschen eine Stimme bei Entscheidungen, die ihr direktes Lebensumfeld betreffen. Wer hier lebt, soll auch mitentscheiden können.
3. Antidiskriminierungsstellen stärken
Diskriminierung ist kein Randphänomen, sondern Alltagserfahrung für viele Menschen. Eine handlungsfähige Kommune muss Betroffene schützen, Diskriminierung sichtbar machen und konsequent dagegen vorgehen. Dafür braucht es starke, gut ausgestattete Antidiskriminierungsstrukturen.
3.1. Bei Rassismus, Queerfeindlichkeit, Ableismus
3.2. Niedrigschwellige Beschwerdestellen
Menschen erleben Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, sexueller Identität oder Behinderung – oft mehrfach und gleichzeitig. Antidiskriminierungsstellen müssen fachlich breit aufgestellt sein, um unterschiedliche Diskriminierungsformen ernst zu nehmen und kompetent zu begleiten.
Viele Diskriminierungserfahrungen bleiben unsichtbar, weil Betroffene Angst, Unsicherheit oder fehlende Informationen haben. Niedrigschwellige, anonyme und gut erreichbare Beschwerdestellen senken Hemmschwellen und ermöglichen es, Vorfälle zu melden, Unterstützung zu erhalten und strukturelle Missstände aufzudecken.