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Stadtteile sozial gerecht entwickeln



„Lebensqualität für alle statt Gentrifizierung“



Unser Ziel


Stadtentwicklung darf nicht dazu führen, dass Menschen verdrängt werden.
Nürnberg soll eine Stadt sein, in der alle bleiben können, unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Lebensphase.

Unser Ziel ist:

  • Schutz vor Verdrängung und Gentrifizierung
  • bezahlbarer Wohnraum als Grundpfeiler der Stadtentwicklung
  • Bürgerbeteiligung statt Investorenpolitik

Stadtteile gehören den Menschen, die dort leben – nicht denen, die am meisten Rendite erwarten.



Ausgangslage


Situation in Deutschland

  • In vielen Städten führen Aufwertung und Neubau zu:
    • steigenden Mieten
    • Verdrängung einkommensschwächerer Haushalte
    • sozialer Spaltung
  • Gentrifizierung trifft besonders:
    • Mieter*innen
    • Alleinerziehende
    • Senior*innen
    • Menschen mit geringem Einkommen
  • Stadtentwicklung wird häufig:
    • marktgetrieben
    • investorenorientiert
    • ohne ausreichende soziale Steuerung umgesetzt
  • Erfolgreiche Kommunen zeigen:
    Sozialquoten, kommunaler Wohnungsbau und starke Beteiligung können Verdrängung wirksam begrenzen.


Lage in Nürnberg

  • Wachsende Stadt mit steigendem Druck:
    Nürnberg wächst – Neubau, Nachverdichtung und Aufwertung verändern viele Stadtteile.

  • Mietsteigerungen und Verdrängungsängste:
    In beliebten Quartieren steigen Mieten deutlich, während bezahlbarer Wohnraum knapp bleibt.

  • Ungleiche Entwicklung:
    Manche Stadtteile werden aufgewertet, andere abgehängt – soziale Mischung gerät unter Druck.

  • Investorengetriebene Projekte:
    Stadtentwicklung orientiert sich zu oft an:
    • Rendite
    • hochpreisigem Wohnungsbau
      – statt an sozialem Bedarf.


Kernproblem

Ohne klare soziale Leitplanken wird Stadtentwicklung zum Motor von Verdrängung – statt zum Instrument für Zusammenhalt.



Maßnahme 1:
Gentrifizierung verhindern und Verdrängung stoppen


Ziele

  • Wohnraum sichern
  • Soziale Mischung erhalten
  • Stadtteile stabil entwickeln


Konkrete Umsetzung in Nürnberg

  • Ausweitung und konsequente Anwendung sozialer Erhaltungssatzungen in gefährdeten Quartieren.

  • Stärkere Regulierung von Umwandlungen:
    Miet- in Eigentumswohnungen begrenzen.

  • Vorkaufsrechte nutzen:
    Stadt und kommunale Wohnungsbaugesellschaften gezielt stärken.

  • Bestand schützen:
    Erhalt preisgünstiger Wohnungen vor Luxussanierungen priorisieren.


Finanzierungsmöglichkeiten

  • Kommunale Wohnungs- und Bodenfonds
  • Zweckbindung von Einnahmen aus Stadtentwicklung
  • Langfristige Investitionen statt kurzfristiger Erlöse


Vorteil

  • Verdrängung wird gebremst
  • Nachbarschaften bleiben stabil
  • Soziale Vielfalt bleibt erhalten


Maßnahme 2:
Sozialquoten bei Neubauten verbindlich festlegen


Ziele

  • Bezahlbaren Wohnraum sichern
  • Durchmischte Quartiere schaffen
  • Neubau sozial steuern


Konkrete Umsetzung in Nürnberg

  • Verbindliche Sozialquoten bei allen größeren Neubauprojekten:
    Ein fester Anteil für geförderten und dauerhaft bezahlbaren Wohnraum.
  • Dauerhafte Bindungen statt kurzfristiger Förderzeiträume.
  • Kommunale und gemeinnützige Träger stärken:
    Vorrang bei städtischen Grundstücken.
  • Transparente Kontrolle:
    Sozialquoten müssen eingehalten werden – nicht verhandelbar sein.


Finanzierungsmöglichkeiten

  • Kombination aus Fördermitteln und kommunaler Bodenpolitik
  • Quersubventionierung innerhalb von Bauprojekten
  • Preisgünstige Grundstücksvergabe statt Höchstpreis


Vorteil

  • Neubau kommt allen zugute
  • Segregation wird verhindert
  • Stadt wächst sozial ausgewogen


Maßnahme 3:
Bürgerbeteiligung statt Investorenpolitik


Ziele

  • Stadtentwicklung demokratisieren
  • Akzeptanz und Qualität steigern
  • Lokales Wissen nutzen


Konkrete Umsetzung in Nürnberg

  • Frühzeitige und verbindliche Bürgerbeteiligung bei Stadtentwicklungsprojekten.

  • Transparente Entscheidungsprozesse:
    Klar nachvollziehbar, wer was warum entscheidet.

  • Beteiligung mit echter Wirkung:
    Vorschläge dürfen nicht folgenlos bleiben.

  • Stärkung von Stadtteilinitiativen:
    Unterstützung von Engagement vor Ort.


Finanzierungsmöglichkeiten

  • Fester Anteil in Stadtentwicklungsbudgets
  • Investition in Beteiligung spart Konflikt- und Folgekosten
  • Langfristige Planung statt Ad-hoc-Entscheidungen


Vorteil

  • Höhere Akzeptanz von Projekten
  • Bessere, bedarfsgerechtere Planung
  • Mehr Vertrauen in Politik und Verwaltung


Fazit


Stadtentwicklung ist eine soziale Frage.
Nürnberg kann zeigen, dass Wachstum und Gerechtigkeit kein Widerspruch sind:

  • mit klarer Kante gegen Gentrifizierung,
  • verbindlichen Sozialquoten im Neubau
  • und echter Bürgerbeteiligung statt Investorenpolitik.

So entstehen Stadtteile, in denen Menschen nicht verdrängt werden, sondern bleiben und mitgestalten können.