Begegnungsorte schaffen
„Räume für Zusammenhalt in Nürnberg“
Unser Ziel
Eine lebendige Stadt braucht Orte, an denen Menschen sich treffen, austauschen und aufhalten können – ohne Geld ausgeben zu müssen.
Nürnberg soll eine Stadt sein, in der Begegnung gefördert statt verdrängt wird.
Unser Ziel ist:
- offene, wohnortnahe Begegnungsorte für alle
- Stärkung des sozialen Miteinanders in den Stadtteilen
- öffentliche Räume ohne Konsumzwang
Begegnung entsteht nicht von selbst – sie braucht Raum, Zeit und öffentliche Verantwortung.
Ausgangslage
Situation in Deutschland
Öffentliche Räume werden zunehmend:
- kommerzialisiert
- privatisiert
- funktional eingeschränkt
Treffpunkte ohne Konsumzwang sind vielerorts:
- rar
- schlecht ausgestattet
- nicht dauerhaft gesichert
Einsamkeit, soziale Isolation und Entfremdung nehmen zu – besonders:
- bei älteren Menschen
- bei jungen Erwachsenen
- in einkommensarmen Haushalten
Studien und Praxiserfahrungen zeigen:
Begegnungsorte im Quartier stärken Zusammenhalt, Teilhabe und demokratisches Miteinander.
Lage in Nürnberg
Großstadt mit heterogenen Stadtteilen:
Nürnberg vereint sehr unterschiedliche Quartiere – mit jeweils eigenen sozialen Bedarfen.Mangel an offenen Treffpunkten:
In vielen Stadtteilen fehlen- niedrigschwellige Treffpunkte
- Räume für Nachbarschaft und Austausch
- Orte ohne Verzehrzwang
Bestehende Angebote unter Druck:
Stadtteilzentren, Nachbarschaftstreffs und Initiativen leisten wichtige Arbeit, kämpfen aber oft mit- befristeter Finanzierung
- Platzmangel
- steigenden Kosten
Folgen:
Begegnung verlagert sich in private oder kommerzielle Räume – viele Menschen bleiben ausgeschlossen.
Kernproblem
Ohne öffentliche Begegnungsorte wird Stadt anonym – und soziale Spaltung verstärkt sich.
Maßnahme 1:
Stadtteilzentren ausbauen und dauerhaft sichern
Ziele
- Zentrale Anlaufstellen im Quartier schaffen
- Soziale Infrastruktur stärken
- Angebote bündeln und sichtbar machen
Konkrete Umsetzung in Nürnberg
Ausbau von Stadtteilzentren in allen Stadtteilen – gut erreichbar, barrierefrei und offen gestaltet.
Vielfältige Nutzung:
Begegnung, Beratung, Kultur, Bildung, Selbsthilfe – unter einem Dach.Langfristige Absicherung:
Keine Projektlogik, sondern verlässliche Grundfinanzierung.Kooperation mit freien Trägern und Initiativen:
bei klarer kommunaler Verantwortung.
Finanzierungsmöglichkeiten
- Kommunale Sozial- und Stadtteilbudgets
- Verstetigung bestehender Programme
- Kombination aus kommunaler Finanzierung und Fördermitteln
Vorteil
- Stadtteile bekommen soziale Anker
- Angebote sind sichtbar und erreichbar
- Nachbarschaften werden stabiler und lebendiger
Maßnahme 2:
Nachbarschaftscafés und offene Treffpunkte fördern
Ziele
- Niedrigschwellige Begegnung ermöglichen
- Einsamkeit vorbeugen
- Nachbarschaftliches Engagement stärken
Konkrete Umsetzung in Nürnberg
Förderung von Nachbarschaftscafés:
offen, kostenfrei oder sehr günstig, ohne Konsumzwang.Unkomplizierte Unterstützung:
Räume, kleine Budgets, organisatorische Begleitung.Quartiersbezogene Ausrichtung:
Angebote entstehen aus dem Bedarf vor Ort – nicht von oben herab.Ehrenamt unterstützen, nicht ersetzen:
Hauptamtliche Koordination, damit Engagement tragfähig bleibt.
Finanzierungsmöglichkeiten
- Kommunale Quartiersfonds
- Niedrigschwellige Förderprogramme
- Verstetigung erfolgreicher Initiativen
Vorteil
- Begegnung im Alltag wird einfacher
- Isolation wird früh erkannt
- Nachbarschaften übernehmen Verantwortung füreinander
Maßnahme 3:
Öffentliche Räume ohne Konsumzwang sichern
Ziele
- Aufenthaltsqualität für alle
- Teilhabe unabhängig vom Einkommen
- Öffentliche Räume als Gemeingut stärken
Konkrete Umsetzung in Nürnberg
Öffentliche Plätze, Parks und Innenräume bewusst als Aufenthaltsorte gestalten:
Sitzgelegenheiten, Schutz vor Wetter, saubere Infrastruktur.Keine Verdrängung durch Ordnungsmaßnahmen:
Aufenthalt darf nicht an Kaufkraft gekoppelt sein.Mehr Nutzungsvielfalt:
Begegnung, Spiel, Ruhe, Kultur – statt reiner Durchgangsflächen.Beteiligung der Stadtteile:
Menschen vor Ort entscheiden mit, wie Räume genutzt werden.
Finanzierungsmöglichkeiten
- Stadtentwicklungs- und Grünflächenbudgets
- Umschichtung von Mitteln aus reiner Ordnungspolitik
- Investition in Prävention und sozialen Zusammenhalt
Vorteil
- Öffentliche Räume werden lebendig
- Weniger Konflikte durch Nutzung statt Verdrängung
- Stadt fühlt sich für alle zugänglich an
Fazit
Begegnung ist kein Luxus – sie ist die Basis für Zusammenhalt, Demokratie und Lebensqualität.
Nürnberg kann eine Stadt sein, in der Menschen sich begegnen dürfen, ohne zu konsumieren oder sich erklären zu müssen.
Mit
- starken Stadtteilzentren,
- geförderten Nachbarschaftscafés
- und öffentlichen Räumen ohne Konsumzwang
entsteht eine Stadt, die verbindet statt vereinzelt.